Musikverein Harmonie Tennenbronn - Das Jahr 1999

Abenteuer bei Regen, Schnee und Sonne

Am Freitag, den 7. September starteten die Musiker des Musikverein „Harmonie" zu einem Wanderwochenende nach Damüls. Dort hatte Wanderführer Frank Borowski auf der Uga-Alp für Quartier gesorgt.

Der Samstag weckte die Wanderer mit einem stürmischen Wind, der die Wolken etwas aufgerissen hatte. Da nur gelegentlich Tropfen zu spüren waren, machten sich die Wanderer auf zu der großen Rundtour über den Höhenkamm von Damüls. Der Aufstieg zum Hochblanken und die Gratwanderung über den Ragazer Blanken zum Sünser Joch wurde dann bei dem starken Sturmwind zu einem kleinen Abenteuer. Der Rundblick war jedoch trotz der dicken Wolkenschicht erstaunlich gut.

Beim Abstieg vom Sünser Joch begann es dann zu regnen. Auf Alpe Ragaz wärmten sich die müden Wanderer dann bei einem kräftigen Berg- und Ziegenkäse. Auf dem Weg ins Tal kreuzte plötzlich ein breiter Bergbach den Weg ohne Brücke. Die Furt, an der Fahrzeuge den Bach queren konnten, war bei dem inzwischen starken Dauerregen für die Wander unpassierbar und so mußte man ein Stück weiter oben über Steine, vorbei an der zerstörten Brücke, den Bergbach überqueren. Wer vom Regen bis dahin noch keine nassen Füße hatte, fing sich spätestens dort welche ein. Am späten Nachmittag erreichte man dann naß aber glücklich die Uga-Alp.

Damit das Wasser, welches tagsüber von außen auf die Musiker eingeströmt war, wieder von innen ausgeglichen werden konnte, wurde abends dann kräftig gefeiert. Der Sonntag brachte dann bei einigen Wolkenlöchern dann teilweise Sonne und wiederum gute Fernsicht. Es waren jedoch über Nacht circa 10 Zentimeter Schnee gefallen.Die Heimfahrt führte über Bad Schussenried. Dort wurde noch das Bierkrugmuseum besichtigt. Nach dem anschaulichen Teil im Museum konnte dann, in der angeschlossenen Gaststätte, noch die Praxis ausprobiert werden. Abends erreichten dann die Musiker nach ihrer abenteuerlichen Fahrt glücklich Tennenbronn.

Ausflug Uga Alp    Zu den Bildern

Der Musikverein "Harmonie" durfte zum Kurkonzert am 30. Juli wieder eine große Anzahl von Zuschauern an der Remsbachmühle begrüßen. Mit einem Themenabend zur Schwarzwaldimkerei schienen er ganz den Geschmack der rund 100 Zuschauer getroffen zu haben. Fremdenverkehrsleiterin Müller konnte somit eine große Schar an Feriengästen begrüßen.

Unter Leitung von Gerhar Merz sorgte, die Harmonie mit schmissiger Blasmusik und Schlagern für Unterhaltung.

Informationen zum Thema Bienen lieferte gekonnt Brunhold Brandl. So wußte er zum Beispiel zu berichten, daß die Anzahl der Bienenvölker seit 1850 zugenommen hat, die Anzahl der Imker jedoch deutlich zurückgegangen ist. Die Steigerung der Anzahl der Bienenvölker ist somit ein Verdienst des Bienenzuchtvereins. Doch daß die Imkerei im Schwarzwald mit der doch recht rauhen Witterung nicht immer einfach ist, wußte er auch zu berichten.

Zwischen den Musikstücken wurden von der Harmonie lustige Geschichten ebenfalls zum Thema Bienenzucht vorgetragen.

Die "Harmonie" unterhielt ihre Gäste bis das Tageslicht zu Ende ging. Doch man blieb an diesem herrlichen Abend gerne auch noch etwas länger bei Kerzenlicht sitzen.

Imkerabend   Zu den Bildern

Das diesjährige Waldfest fand wie gewohnt am Wochenende nach Pfingsten vom 19.-20.6 statt. Leider war die Witterung über das ganze Wochenende ungünstig. Es regnet fast durchgängig.

So überrascht es auch nicht, daß die Waldnacht bei Dauerregen und Kälte nicht den gewünschten Besuch verzeichnen konnte. Die Hauptkapelle der Harmonie eröffnete das Programm. Mit einer Wald(is)-Disco wurde anschließend modernere Partymusik den Gästen geboten.

Auch der Fürhschoppen begann verhalten, war das Wetter auch kaum verändert. Doch spätestens am Mittag konnte der Verein sehen, daß er mit seiner Speisekarte und mit der Musikalischen Unterhaltung den Geschmack der Gäste getroffen hat. So konnte die Jugendkapelle, die das Nachmittagsprogramm eröffnete ein volles Zelt begrüßen. Auch die Musikkapelle Friedenweiler fand mit ihrem Musikprogramm großen Anklang beim Publikum. Sie bot einen umfangreichen 2stündigen Musikreigen.
Den Abschluß des Musikprogramm bereitete die benachbarte Musikkapelle aus Buchenberg. Unter Diritgent Michael Peter hörte das Publikum moderne und klassische Blasmusik in allen Variationen.

Die diesjährige Maiwanderung führte die Harmonie von Nordrach über die Kornebene und Moosturm nach Gegenbach.

Früh mogens um 8:00 Uhr starteten die Maiwanderer bei herrlichem Sonnenschein in Privat-PKWs nach Nordrach. Man startete am Sägewerk Echtle und stieg über den Bechtenbach bis zur Kornebene auf. Im dortigen Naturfreundehaus wurde Rast gemacht, bevor man den Anstieg zum Moosturm in Angriff nahm. Schon bald nach der Kornebene sah man die Auswirkungen des Sturmes "Lothar", der weite Höhenzüge im Kinzigtal kahl gefegt hatte. Auf den Höhenrücken zum Moosturm war kaum ein Baum stehen geblieben. Der Moosturm - bis zum Sturm "Lothar" im Wald versteckt - steht nun auf freier Fläche. Leider war das Wetter etwas dunstig, sonst hätte man die Fernsicht in Kinzigtal, in die Vogesen und bis zum Feldberg genießen können. Ein Erlebnis war jedoch der Kahlschlag, den der Sturm verursacht hatte.

Der Abstieg folgte über die Kornebene  und den Haigerach runter, bis zu einer Hütte, wo bei toller Sicht auf Gegenbach Mittagsrast gehalten wurde.
Bei einem Musiker, dessen Familie gebürtig aus dem Haierach stammt wurden die Wanderer noch eingeladen zu einem Schluck Hauswein. Müde und erschöpft kam man dann abends in Gegenbach an, von wo aus man nach einer Stärkung nach Hause, nach Tennenbronn, fuhr.

Maiwanderung 2001   Zu den Bildern

Gerhard Merz kehrt zur Basis zurück / Viel Lob für Dirigenten

Regina Staiger eröffnete mit der Bläserjugend den ersten Teil des Konzerts und zeigte, was sie in ihrem ersten Jahr mit den Kindern und Jugendlichen musikalisch erarbeitet hatte. Und dies war eine ganze Menge. Man hatte den Eindruck, dass die Jugendkapelle klanglich und technisch einen Sprung nach vorne gemacht hatte. Die Jugendkapelle spielte:

  • Countdown: Ein Marsch mit Rückwärtszählen, wie bei einem Raketenstart.
  • Smooth: Ein Titel von Santana, der ans Schlagwerk große Anforderungen stellte.
  • Easy Pop Suite: Eine Dreisätzige Suite für Blasmusik von Dizzy Stratford.
  • Monster Rock: Als Zugabe einen schaurig schönen Rock Uuuiiiihh

Danach spielte die Hauptkapelle eine Reise durch 15 Jahre Dirigententätigkeit von Gerhar Merz.

  • Florentiner Marsch: Einer der attraktivsten und anspruchsvollsten Märsche überhaupt, so Gerahrd Merz.
  • Die Etsch: Der Flußlauf der Etsch und die Südtiroler Landschaft wurde gefühlvoll von den Musiker beschrieben
  • Miss Saigon: Überfliegende Hubschrauber kündigten ein Epos einer unglücklichen Liebesgeschichte während des Vietnamkrieges an, Zusammenstellung aus dem gleichnamigen Musical
  • Rhapsodia Slavia: mit dem feurigen und temperamentvollen Werk erreichte die Harmonie 1988 einen ersten Rang mit Auszeichnung
  • Moment for Moricone: Besonders die "Harmonika" aus "Spiel mir das Lied vom Tod" ließ dem Publikum einen leichten Schauer über den Rücken laufen.
  • Mazama: Indianischer Gesang, geheimnisvolle Percussioneinsätze und synkopische Einwürfe ließen Mazama zu einem besonderen Leckerbissen werden.
  • Einen Sonderapplaus erspielte sich Michael Peter mit einem Klarinetten-Solo. Zuletzt blies er nur noch auf dem Mundstück seiner Klarinette.
  • Der Baßkumpel: Den älteren Musikkameraden gewidmet war das Baß-Solo, gespielt von Andreas Bühler.
  • Die Kinder des Rock 'n' Roll: Wie sehr Gerhard Merz die Jugendarbeit ans Herz gewachsen ist, zeigte das letzte Stück, zu dem die Jugend der Harmonie als Sänger auf die Bühne geholt wurden.
  • Dixieland Concerto: Mit stehenden Ovationen wurde das Orchester vom Publikum belohnt, deshalb als Zugabe das Dixieland Concerto, in dem eine Dixieland Combo swingend solistisch hervortraten.
    Dies war zugleich der Zeitpunkt für Gerhard Merz den Taktstock an seinen derzeitigen Nachfolger Ewald Staiger zu übergeben, der ebenfalls aus den Harmoniereihen stammt. Ulrike Herzog überreichte Gerhard Merz ein Bariton und nahm ihn in das Register der Baritone auf,  mit einem Ausschnitt aus dem Paradestück für Tenorhorn/Batriton: der Slavonicka Polka.
  • Stars and Stripes: Ewald Staiger übernahm den Taktstock und präsentierte den klassischen Traditionsmarsch.
  • Hoch Badnerland: Die Musiker der Harmonie ließen ihren scheidenden Dirigenten Gerhard Merz nicht von der Bühne, ohne, daß er mit ihnen noch einmal das Badnerlied gesungen hätte: Das Publikum sang stehend mit!

Konzert 2001    Zu den Bildern

Ehrungen beim Frühjahrskonzert

Gerhard Merz wurde zu seinem Abschied mit der Landesehrennadel des Landes Baden-Würtemberg überrascht. Bürgermeister Christof Dold überreichte die Landesehrennadel für besondere Verdienste. Gerhard Merz habe eine wichtige öffentliche Aufgabe übernommen und Verantwortung getragen.

Otto Sieber überreichte als Stellvertretender Präsident des Blasmusikverbandes Schwarzwald-Baar die  Silberne Dirigentenehrennadel für 15jährige Dirigententätigkeit.

Der 1. Vorsitzende des Vereins, Ulrich Grießhaber,  dankte Gerhard Merz für seine große musikalische Arbeit im Verein. Er überreichte ein Bild mit einem persönlichen Portrait und den Unteschriften aller Musiker. Ebenfalls erhielt Gerhard Merz einen Reisegutschein nach Schladming anläßlich der alljährlich dort stattfindenden MID-Europe, eine der größten und bedeutendsten Europäischen Blasmusiktreffen für symphonische Blasmusik.

 

Gerhard Merz: Zahlen, Daten, Fakten

· 2 Jahre 2. Vorsitzender (1982 - 1984)

· Jugendausbilder seit 1984

· 2 Jahre 2. Dirigent (1984 - 1986)

·15 Jahre 1. Dirigent (seit 1986)

Teilnahme an mehreren Wertungsspielen: Unter anderm 1988 in der Oberstufe: Erster Rang mit Auszeichnung

Er wird auch zukünftig als Jungendausbilder aktiv sein und in den Reihen der Harmonie musizieren.

 

 

Ehrungen für 25 und 40 Jahre aktive Tätigkeit

Die Ehrungen für 25 bzw. 40jährige aktive Tätigkeit im Verin übernahm der Vizepräsident des Blasmusikverbandes Schwarzwald Baar, Otto Sieber. Die Ehrung seitens des Vereins übernahm die zweite Vorsitzende Daniela Merz. Geehrt wurden für 40jähringe aktive Tätigkeit im Verein:

  • Herr Rudolf Sunderer

Für 25 Jahre aktive Tätigkeit wurden geehrt:

  • Frau Monika Kaltenbacher
  • Herr Frank Borowski
  • Herr Ulrich Grießhaber